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Rückblick@Woche 22

Montag:

Besuch beim HNO-Arzt aufgrund der Verletzung vom Wochenende. Noch immer hallt und schallt alles doppelt. Jedes Geräusch schmerzt enorm. Eine längere Krankschreibung steht bevor. Dann jedoch ein Anruf von Frau P. Am Arbeitsplatz wird dringend meine Unterstützung benötigt. Ok, ich ignoriere die Bedürfnisse meines Körpers nach Heilung und Erholung und arbeite ihr von zuhause aus zu.

 

Dienstag:

Scheiß aufs Ohr – meine Anwesenheit vor Ort ist von Nöten. Also eile ich ins Büro und gebe was ein Arbeitnehmer geben kann. Ob mir das jemals jemand danken wird bleibt ungewiss.
Desorientiert und erschöpft treffe ich nach Feierabend einen alten Bekannten wieder. Auch nicht gerade aufbauend. Aber zumindest ist das Abendessen lecker und der hierauf folgende Schlaf tief und fest.

 

Mittwoch:

Lieber Arzt! Ich möchte nicht weiter arbeitsunfähig geschrieben werden. Nein es geht schon.
Weiterhin keine positiven Vorkommnisse….

 

Donnerstag:

Während eines großen Meetings meldet sich mein Ohr/Kopf zu Wort: „Ich brauche Ruhe sonst streike ich!“. Erfolgreich ignoriert.
Gerade im Moment der höchsten Konzentration und Anspannung geht eine Kündigung ein die tagesaktuell bearbeitet werden muss. Done! Zuhause vergeblich versucht abzuschalten. Aber die Schmerzen melden sich zurück.

 

Freitag:

Same procedure as every day.
Zu allem Übel noch eine postalische Nachricht von der IHK. Man will Frau P. eine Zwangsmitgliedschaft aufs Auge drücken. Rechtliche Anspruchsgrundlagen hierfür konnte der Mitarbeiter am Telefon allerdings nicht benennen. Aber man sende Informationsmaterial zu… Nun gut – auch das wird sich klären lassen; nötigenfalls per Paragraphen und deren fleischgewordene Verdreher.
Und gleichzeitig der unfreiwillige Wunsch, am Wochenende in der Firma anwesend zu sein um die monatelange Misswirtschaft anderer aufzuarbeiten und auszubügeln. Mein Körper hat sehr schnell gelernt, die Schmerzen zu ignorieren. Auf ihn ist Verlass. Wie immer schon. Frau P. und ich konzentrieren uns auf die Arbeit und sind zum Feierabend ein großes Stück weiter gekommen.
Zuhause wartet bereits ein Handwerker, jedoch ist das Auto zugeparkt. Nun auch egal. Einige Telefonminuten später ist die Problematik aus der Welt geschafft und wir schaffen es rechtzeitig nach Hause.
Anruf von der Versicherung wegen des Brands. Nach über einem Monat hat sich bislang noch nichts und absolut garnichts getan und bewegt. Aber nächste Woche soll sich angeblich mehr tun als die Wochen zuvor. Haha – wir warten mal ab.
Einkaufen, Hausputz und Wäsche. Dann rasch ein Bierchen öffnen und versuchen abzuschalten. Morgen früh gehts im Büro weiter. Gott sei Dank – denn irgendwann muss doch mal alles geschafft sein.

 

 

Fazit:

Eine gewöhnliche Woche ohne besondere Höhen und Tiefen.
Riesiger Dank geht an alle Kollegen, die so fleißig mitgeholfen haben das uns hinterlassene Büro-Ordner-Akten-Computer-Chaos einzudämmen sowie der Dokumentationsflut Herr zu werden, mir Unterricht abgenommen sowie aufmunternd zur Seite gestanden haben. Allen voran Frau Müller, die mit ihren Gummisüßigkeiten die Moral regelmäßig wieder auf ein höchstmögliches Maß befördert hat und noch bis spät Abends unterwegs war um uns den Arsch zu retten.

 


 

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