Rückblick@Woche 25

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Freitag:

Überstundenabbau am Brückentag nach Happy Cadaver. Ein freier Tag den ich mir verdient habe.

 

Samstag:

Jack kommt zu Besuch.
Der kleine was-auch-immer-für-eine-Rasse unserer Kollegin darf den Abend mit mir verbringen. Während Frau P. gemeinsam mit der Hundemami einer Geburtstagsfeier beiwohnt kümmere ich mich ganz aufopferungsvoll um Jack. Der mag ganz augenscheinlich mein Gesicht besonders und schleckt selbiges ununterbrochen ab. Na gut, riecht ein wenig streng, ist aber noch akzeptabel.
Natürlich hatte ich vorher schon einen plüschigen Hundefreund für Jack organisiert. Dieser gefiel ihm wohl derart gut, dass er unmittel- und sichtbare Frühlingssgefühle bekam. Ein Video von Liebespaar beim nicht ganz korrekt vollzogenen, sehr ruckartigen Liebesakt sorgte auf der Party der Damen wohl für Stimmung sowie Belustigung. Ich kann es mir jedoch auch anders erklären: Wer stundenlang meine nackten Beine vor Augen hat, auf ihnen schlummern darf und zusätzlich noch meinen Zweitagebart leckt – der muss einfach geil werden!
Als verantwortungsbewusster Hundesitter gehe ich selbstverständlich auch Gassi. Hierbei notiere ich mir für zukünftige Besuche die Frage, wie man eine Hundekacktüte (oder wie die Dinger heißen) korrekt einsetzt. Oder besser: Weshalb scheißt der Köter mitten auf die große Kreuzung wo drei Strassen aufeinander treffen, statt in den mehr als üppig vorhandenen Wald. Einfach nur peinlich. Bin dann rasch weiter gegangen und habe so getan als ob der Hund nicht zu mir gehört.
Den anschließenden Kampf um das Handtuch, mit welchem ich – aufgrund Frau P.s übertriebener Reinlichkeit – dem Hundi nach dem Spaziergang die Pfoten reinigen sollte, gewann eindeutig Jack.
Geschlafen haben wir in dieser Nacht nicht allzu viel und lange. Jack sowieso nur minutenweise und ausschließlich mit seiner neuen Stofffreundin zwischen den Zähnen. Dafür hatten wir jede Menge Spaß und ich möchte Frau P. an dieser Stelle nochmals offiziell um die Genehmigung einer Teilzeitstelle für mich bitten. Sie weiß schon weshalb. Es ist nämlich wirklich wohltuend und absolut positiv für die Seele, einen haarigen Freund zum Spielen und Kuscheln zu haben. Und damit meine ich nicht meinen Bauch oder Hintern.

 

 

Sonntag:

Ne ruhige Kugel schieben. Haare und Fingernägel schneiden, hübsch machen für die anstehende Arbeitswoche. Jacks missbrauchte Hundepuppe flicken und deren diverse, vorher nicht vorhandene und teils unerklärliche, Löcher stopfen. Außerdem den morgigen Arztbesuch vorbereiten. Einzelheiten erspare ich meinen Lesern an dieser Stelle lieber.

 

Montag:

Frau P. besorgt die Grundausstattung für die Fahrt zum Konzert von Guns ´n Roses. Bierbüchsen und Kotztüten. Tolle Idee – ihr Chef sitzt mit im Auto. Das macht Eindruck!
Aus den Kotztüten ist Gott sei Dank zum Schluss doch nix geworden.

 

Dienstag:

Den rückwärtsausparkenden Asiaten beschrieb ich ja bereits.

Ansonst einfach nur wieder viel zu viel heiße Hitze.

 

Mittwoch:

Immer noch heiß. Und an diese Temperaturen werde ich mich niemals gewöhnen. Ich bin ein genetischer Nordeuropäer!

An der Kasse des Supermarktes bezahle ich die Zutaten für mein Diätfutter mit einem 100 Euroschein.
Anscheinend ist es für die junge Kassiererin und ihren lockengeschmückten Kopf ebenfalls viel zu warm. Sie erstattet mir ein großzügiges Wechselgeld. Zwei 50-Euroscheine plus viele Münzen. Das lass ich mir gefallen.
Da ich aber kein Unmensch oder gar Schwein bin……….. gönne ich der Kassiererin den hoffentlich langanhaltenden Lernerfolg bezüglich der korrekten Kontrolle des Wechselgeldes und verdrücke mich mehr als rasch aus dem Markt. Ersteren bläue ich nämlich schon seit Ewigkeiten meinen eigenen Azubis immer und immer wieder ein.

 

Donnerstag:

Frau P. fährt gegen Mittag zum Guns´n Roses Konzert Richtung Hannover. Dort wartet ihr sexy Idol – Achsel Rose – (ist der eigentlich genauso gefährlich und ekelig wie Gürtel Rose) schon darauf, ihr tolle Musik vordudeln zu können. Bereits Tage vorher checkt sie im Minutenabstand die Wetterberichte unzähliger Apps. Aber egal welche, alle sagen das Gleiche: Erst bullenheiß, dann Regen und heftige Gewitter.
Zu viert fahren die drei Damen plus Chef los und geraten pünktlich in das prophezeite Unwetter. Das Konzert wird unterbrochen und anschließend fortgesetzt. Resultat ist die verspätete Heimkehr gg. 04:30 am Morgen. Exakt zu diesem Zeitpunkt stehe ich auf um erst zum Arzt und danach zur Arbeit zu fahren. Mein Vater hätte dazu ein oder zwei passende Kommentare gehabt, da bin ich mir sicher. “Selber Schuld wenn man zu solchen Hottentotten fährt. Was ist das überhaupt für eine merkwürdige Kapelle, wo die Männer solch lange Haare tragen. Diese Neger-Musik sollte man verbieten.” usw.
Hauptsache die Mädels hatten ihren Spaß (und ich meine Ruhe hier).
Ich stelle außerdem fest, dass mein Führerschein nirgends zu finden ist. Selbst im müffelnden Wäschekorb ist er nicht. Oder ist “Führerschein” mittlerweile politisch derart inkorrekt, dass dieser sich vor lauter Scham vor Verwechslungen mit dem einstigen Oberhaupt des deutschen Staates unsichtbar gemacht und in Luft aufgelöst hat… Da steht wohl ein teurer Besuch bei der Zulassungsstelle ins Haus.

 

Freitag:

Der Freitag war hauptsächlich geprägt durch einen längeren Krankenhausaufenthalt meinerseits, welchen ich nicht zuletzt auch aufgrund extremer Feigheit abgebrochen habe. Mehr dazu allerdings in einem gesonderten Bericht.

 

Euch allen ein tolles Wochenende!
Unseres hat schon begonnen und ist einfach nur entspannend.

 

(Es sieht nur so aus als wenn Frau P. im Hintergrund
harter Gartenarbeit nachgeht während ich relaxe.)

 


 

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7 Kommentare zu “Rückblick@Woche 25

  1. Super zu lesen…unser kleines Wollknäul. Jack ist in deiner Obhut zur Höchstform aufgelaufen….wie das spezielle Video beweist 🤔🤣
    Das mit den Kacktüten bekommen wir noch hin…Jack hat übrigens ein prima “Kack-Timing”…die Kreuzung als bevorzugte Wahl passt ins Schema 💩💩💩🤣

    1. Und ich freu mich schon auf kommenden Freitag. Seine kleine flauschige Freundin (die übrigens in Wirklichkeit männlich ist – kein Problem ich bin ja einer der toleranten Zeitgenossen) liegt schon bereit, ist geflickt und auf fast alles vorbereitet.

  2. Sensationell 🙂
    Deine Wochenrückblicke werden langsam zum Kult für mich 😉
    Höchstwahrscheinlich auch deshalb,weil sie mir das Gefühl geben,dass hier wenigstens irgendwer noch was erlebt 😉
    In diesen Sinne…an der Kippe ziehen und noch ein Schlückchen Bier…liebe Grüße an Fr. P rufen (aber erst wenn der Mäher aus ist)…kannst ihr such gerne stecken,dass ich das gerade im Bett liegend kommentiere 😀
    Läuft für uns…würd ich sagen!
    Liebste Grüße
    Sanne K.

    1. Ja, für mich langsam auch. Ist bestimmt mal ein lustiges Tagebuch später.
      Würde manchmal gerne weniger erleben. Aber momentan liegen die Stories und ihre Pointen wie reife Früchte auf meinem Lebensweg.
      Frau P. grüßt zurück!

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