Rückblicke@WocheSchönes

Rückblick@Woche 32

Urlaub ist, wenn man nicht mehr genau sagen kann welcher Wochentag gerade ist. Auch in diesem Jahr gelangten wir nach ca. einer Woche an den entscheidenden Punkt der absoluten Entspannung.
Heimgesucht wurden wir, in und um unser Haus, wieder von den unterschiedlichsten, mehr oder weniger wilden, Tieren. Hasen, Rehe und Zecken statteten uns regelmäßige Besuche ab und sorgten somit für echtes Wildlifefeeling. Letztere entfernten wir uns in einem festen Ritual gegenseitig aus der Haut. Mal mit, mal ohne Kopf. Einer scheint bis heute in meiner Kniekehle zu stecken und sich kräftig zu entzünden. Mal abwarten…. Bin ja schließlich kein Weichei.
Frau P. wird langsam alt. Eindeutiger Indikator hierfür scheint mir die Tatsache, dass sie allabendlich Schokoladenkekse für eine Maus im Vogelhaus deponiert hat, welche diese sich hier regelmäßig abholte. Als nächstes kommt wohl unweigerlich Enten füttern :-[
Das Wetter war stets exakt gegenteilig zur täglichen Prognose auf wetter.com. Zum Glück! Sonne satt an jedem einzelnen Tag. Ich wurde so braun – bei der Einreise nach Deutschland werde ich wohl ohne Probleme Asyl beantragen können.

 

 

Montag: Noch immer genießt Frau P. ihren Urlaub in vollen Zügen.
Ich werde freilich wieder täglich für Outfit-Shootings missbraucht.

 

Sie fühlt sich sichtlich wohl. Und macht sogar Luftsprünge.
Selbstverständlich ganz von sich aus und überhaupt nicht inszeniert 😉

 

 


Wenn die wüsste, wer Minuten zuvor noch dieses wunderschöne Blümchen
auf natürliche Weise gedüngt hat . . .

 

Ja, lach und pose du ruhig.
Vor dir liegen jede Menge Kuhfladen und, sich in der Sonne wärmende, Schlangen im Sand.

 

Dienstag: Der kleine Matthias möchte bitte aus dem Buddelkasten abgeholt
und vor die Playstation gesetzt werden!

 

Die Besuche von Jack verliefen wie erwartet.
Freude auf beiden Seiten.
Und diesmal gänzlich ohne Erektion und Paarungsversuch.
Also, beim Hund meine ich. Und bei mir natürlich auch nicht.

 

Mittwoch: Frau P. steht auf echte Männer.
Also beobachtet sie im Wikingerdorf einen „waschechten“ Schmied bei seiner Arbeit.
Wobei ich mir letztendlich wirklich nicht sicher bin, ob die Nordmänner es damals
mit dem Waschen so genau genommen haben.
Erstaunlich was er da in der Hitze, im Schweiße seines Angesichts, aus den Flammen holt und zurecht hämmert.
Ein wahrer Meister seiner Zunft.
Ganz exakt geschnittene, beschriftete, winzige Metallschilder, die er sogleich den Touristen verkaufen möchte.
Natürlich erst wenn diese ausreichend erkaltet sind 😉
Hoffentlich haut er bis dahin nicht mehr all zu sehr auf den Werkstücken herum,
sonst werden die Lasergravuren noch beschädigt.

 

Lassen wir Frau P. noch ein Weilchen von ihren Wikingern träumen.

 

Frau P. kauft Lebensmittel ein und droht selbige unter Verwendung von Hitze zuzubereiten.
Im Allgemeinen spricht man hierbei von Kochen.
Doch meiner Frau fehlt hierzu die erforderliche tägliche Routine.
Sie zieht das dann schließlich, wider jeglicher Vernunft, dennoch durch.
Mein Magen sowie die empfindlichen Gedärme erholen sich jedoch relativ rasch wieder
und mir ist glücklicherweise schon am Folgetag ein kleinerer Spaziergang bereits wieder möglich.

 

Donnerstag: Am Abend gab es dann das leckerste Steak meines Lebens.
Außen dunkel und innen blutig.
Vor lauter Hunger begann ich schon zu speisen, bevor meine Frau
das obligatorische Foto für Instagram geschossen hatte.
Aber es gelang mir Gott sei dank, meinen Teller und die hierauf enthaltenen Nahrungsmittel
wieder in den ursprünglichen Auslieferungszustand zurück zu versetzen.
Lediglich der kleine vermatzte Fleck links oben deutet noch auf meinen animalischen Hunger hin.
Apropos Hunger: Innerhalb der beiden Urlaubswochen gelang es mir, nicht zuletzt auch dank
der penetranten Aufforderungen von Frau P. zu ständigen Outdooraktivitäten,
meinen Vorzeigekörper um weitere 9 Stück Butter zu erleichtern.
Ich haben mich schon vor einiger Zeit entschlossen, verlorenes Gewicht ab sofort
in 250g-Butter-Einheiten zu messen.
So hat man die verlorenen Pfunde in unappetitlichen Fetteinheiten direkt vor Augen.
Und 9 Stück Butter klingt ja schließlich wesentlich mehr als einfach nur 2,5 kg.

 

Freitag: Wieder zuhause angekommen, erwartete mich eine schöne Überraschung.
Ein namentlich-nicht-näher-genanntes Unternehmen spendierte mir
mal wieder ein Paar meiner Lieblingsschuhe.
Coole Sache. Hätte schon fast die alten geputzt.

 

Samstag:

Und weil wir gerade eh frei haben:
„Schaaaaatz, können wir bitte zu Finke fahren und ne Kleinigkeit holen?!“
Na klar, ne Kleinigkeit.
Auf der Wunschliste standen unter anderem eine neue Badezimmermöbelausstattung,
eine neue Sitzgelegenheit fürs Wohnzimmer, ggf. Bilderrahmen, Bilder und wirklich wichtig: ein weiterer Schuhablageplatz.

Ganz wie ein echter Wikinger bei IKEA hielt ich durch bis zum bitteren Ende (Finkes Warenausgabe) und ließ mir meine Genervtheit nicht anmerken.

 

Es grüßt euer Wikinger

Ich glaube, ich ziehe in den Krieg.
Den Krieg für die Unabhängigkeit der Männer.
Von den Frauen sowie deren unerschöpflichen Wünschen nach Einrichtungs- und Dekorationsgegenständen.
Gegen das Bezahlen, das Schleppen, das Aufbauen, das Reparieren und das Entsorgen dieser unsäglichen und dem ständigen Wandel der Möbelmode unterworfenen Einrichtungsgegenstände.
Für mehr Freiheit und Freizeit.
Mehr Playstationzocken, mehr Bier und mehr RUHE.

Howgh, ich habe gesprochen!