Rückblicke@WocheUnschönes

Rückblick@Woche 35

Montag:

Von meiner extrem männlichen TV-Bestellung bei Amazon berichtete ich ja bereits zuvor.

 

Dienstag:

Dänemark 2018 ist gebucht und somit fix im Kalender für nächstes Jahr terminiert. Vorfreude – schönste Freude. Ob ich allerdings angesichts des neuen hauseigenen Kinos noch in den Urlaub fahren möchte…. Zuhause ist es wohl doch am schönsten, glaube ich.

 

Mittwoch:

Die Wandhalterung für den Fernseher wird geliefert und sorgt bei einigen Leuten für Verwirrung. Viele gratulieren mir bereits beim Anblick der Halter-Verpackung überschwänglich zu meiner beneidenswerten Wahl, im Irrglauben, es handele sich hierbei schon um das TV-Gerät. Außer langen Gesichtern und ungläubigen Blicken erntete ich hauptsächlich dreierlei Varianten verbaler Reaktionen: 1. OH MEIN GOTT! 2. Du bist verrückt! 3. Leck mich am Arsch!

Insgesamt lässt sich feststellen: Seit der schriftlichen Ankündigung des Kinoraumes hat sich die Anzahl meiner männlichen Freunde ungefähr verdoppelt. Gleiches gilt für lange verschollene, inaktive sowie verstorben geglaubte Verwandtschaft.
Einzig Frau P. kann sich noch nicht gänzlich mit dem Gedanken an unser neues schwarzes Familienmitglied anfreunden. Sie hegt noch immer geringe Zweifel hinsichtlich der Tragfähigkeit unserer Wände.

 

Donnerstag:

Ein Urlaubstag aufgrund des Schulanfangs unseres Neffens.
Gegen Mittag lagen meine Nerven bereits blank. Kinder. Viel zu viele für meinen Geschmack. Und zu allem Übel schleppten die kleinen Eliteschüler und designierten Nobelpreisträger auch noch zahlreiche ihrer SUV-fahrenden, doppelnamigen und halstuchtragenden Topverdiener-Eltern mit an. Letztere legen anscheinend mehr Wert auf den schuleigenen 5000mgroßen Tierpark als auf eine solide, realitätsnahe und grenzenaufzeigende Schulbildung.
Mittagessen. Vergessen. Abschalten und den Rest des Tages entspannen.

Denkste!

Ich versuche konzentriert einen Text zu verfassen und verzweifle.
Der Grund: Es ist 19:30 und ich bin zuhause.
Von links: Bereits am Morgen bebten das Haus sowie der Boden und die Wände. Und noch immer ertönt ein munteres “BRRRRR. BRRRRR. KRACH. KRACH. BRRRRR. BRRRRR.” Ohne Unterbrechung! Wie jeden Morgen und Abend. Aufgrund unserer Berufstätigkeit kann ich die Stunden dazwischen zum Glück nicht beurteilen.
Die Flucht in den Garten bringt nur kurzzeitig Linderung. Von rechts irgendwo: Das Gitarre spielende Kind.
Heute versucht es sich an Metallica. Bin mir sicher, selbst an Rolf Zuckowski würde sich der Bengel schon die Zähne ausbeißen. Und was noch viel schlimmer ist: Es probiert, fehlende musikalische Kompetenzen immer häufiger durch Einbringen seiner zarten Stimme entweder wett zu machen oder übertönen zu wollen.
Es ist zum Verzweifeln!

 

Freitag:

Per Mail wird mir die Lieferung meines Paketes für heute Mittag angekündigt. Toll, das passt sehr gut.
Eine Stunde später eine neue Mail. Auslieferung erst morgen. Passt auch.
Hauptsache es erreicht mich überhaupt noch mal 🙁

Kleines Update zur Fliegenfalle im Büro und ein Aufruf an den ehrgeizigen Kollegen, dem das einzig verbliebene Glas gehört.
Du hast gewonnen. Weitere Leichen brauchst du nicht mehr zu sammeln, die zählen eh nicht mehr.
Das Glas darf entleert und gespült werden.

 

 

Dann mal Prost und Euch allen ein tolles Wochenende!

 

 


 

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2 thoughts on “Rückblick@Woche 35

  1. Ein Kind aus der “Eierstöcke”Familie? 🙈🤣 Derbe was los in eurer Nachbarschaft….
    SUV-Muttis…Reizthema….die gibt es bei uns in Massen und legen morgens den gesamten Verkehr rund um die Grundschule lahm. Kindchen muss ja samt Tonister bis vor die Tür gebracht werden…wen interessieren da die Anwohner, die nicht aus ihren zugeparkt Einfahrten kommen … 🙈🙈🙈
    Gutes Nächtle

  2. Ach ja, bald ist auch das ruhige Leben wieder eingekehrt- nur Mut, nur Geduld und vor allem wünsche ich, dass die Häuser bald wieder ihr Kleid von damals tragen.
    Die Fliegenfalle- hast du mal die Leichen gezählt?
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

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