Rückblicke@Woche

Rückblick@Woche 37

Montag:

Die Woche beginnt perfekt. Unmengen an Arbeit und keine mobilisierbaren Kräfte meinerseits. Mein Körper streikt. Nur eine sofortige heiße Wanne sowie anschließendes Wärmflaschenkuscheln im Bett retten mich vor dem sicheren Männer-Erkältungs-Tod. Die neue Kollegin hat irgendwas angeschleppt. Die Sau! Und nun hat es den härtesten aller Männer im Unternehmen auch endlich mal erwischt.
Leider ist die Probezeit der besagten Kollegin seit wenigen Tagen abgelaufen. Schwein gehabt, Frau Müller!

 

Dienstag:

Viel Arbeit, noch mehr Stress und entsprechende Mengen an Kaffee. Kurz vor Feierabend bereite ich noch die für morgen anstehende Schulung der neuen Mitarbeiter vor. Die sollen ja schließlich einen guten Einstieg haben und schlau werden.

 

Mittwoch:

Noch mehr Arbeit.
Und noch viel weniger Schulungsteilnehmer. Der EDV-Raum ist gebucht, der Beamer brummt, die Kopien und Handouts liegen bereit… Nur die schulungswilligen Neuen sind nicht anwesend. Da hätte ich meine Vorbereitungszeit gestern durchaus auch effektiver nutzen können. Aber das Telefon klingelt bestimmt bald wieder kurz vor Feierabend: ‘Können Sie mir dies und jenes noch rasch erklären, wir wollten morgen dann doch noch ein bisschen arbeiten….’ Ob ich dann allerdings die (zuvor verlorene) Zeit finden werde um den Hörer abzunehmen – wer weiß?!
Und außerdem kehrt die Erkältung heftig zurück. Sie hat sich mittlerweile auf meinen Kopf und meine Ohren konzentriert und wütet dort mit heftigen Schmerzen.

 

Donnerstag:

Es geht echt nicht mehr. Gegen Mittag besuche ich den Doktor meines Vertrauens und beichte meine Schwäche. Er erkundet meinen geschundenen Körper intensiv und verkündet, dass ein Antibiotikum hier nichts helfen würde. Mit dem ausgestellten Rezept eile ich zur Apotheke und bekomme drei homöosympathische Medikamente auf den Thresen gepfeffert. Ebenso ungelegen wie die homöosexuelle und daher relativ unwirksame Arznei kommt die damit verbundene Rechnung von ca. 50 Euro. Ich täusche das Vergessen meiner Brieftasche vor und eile aus dem Pillendreherladen. Diese Homo-Medikamente bekomme ich zuhause mit ein wenig Leitungswasser, Zucker und viel Voodoozauber ebenfalls hin wenn ich will. Wasser kommt aus der Leitung und Gras wächst auf unserer Wiese. Aber ich will nicht. Ich möchte nur noch Ruhe und Wärme.

 

Freitag:

Arbeitsunfähig geschrieben liege ich zuhause auf dem Sofa und bin in Gedanken selbstverständlich jede Sekunde im Büro.
Gegen Mittag schalte ich die Playstation aus und erledige die Wochenendeinkäufe, die Staubsaugarbeiten sowie die Reinigung des großen Schwarzen mit dem eigens hierfür erstandenen Microfasertuch.
Glücklicherweise ist das Gitarre spielende Kind heute wohl anderweitig beschäftigt und auch die Bauarbeiter links nebenan wohl schon im Wochenende. Es herrscht Ruhe. Wow, wie ungewöhnlich. Aber das kann sich hier ja bekanntlich sehr schnell ändern.
Ich genieße dann mal……

 

 


 

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2 thoughts on “Rückblick@Woche 37

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